Ziele

Der Arbeitskreis Geoarchäologie wurde am 22. Mai 2004 auf der in Tübingen ausgerichteten internationalen Tagung "Eastern Mediterranean/Near Eastern Geoarchaeology Meeting" gegründet. Dabei ist das Ziel des Arbeitskreises, die Disziplin der Geoarchäologie in den deutschsprachigen Ländern in Forschung und Lehre zu profilieren. Unter Geoarchäologie wird hierbei die Beantwortung kulturgeschichtlich relevanter Fragen verstanden, die mit Hilfe geowissenschaftlicher Methoden und Konzepte bearbeitet werden (s. Protokoll der Gründungssitzung).

Obwohl in Deutschland und den umliegenden Ländern Geoarchäologie von vielen Geowissenschaftlern und Archäologen betrieben wird (s. Adressliste), existiert im deutschsprachigen Raum noch keine institutionelle Fachdisziplin Geoarchäologie. Dieser Mangel wird als problematisch erachtet. Im Gegensatz dazu besteht im angelsächsischen Bereich schon seit längerem eine institutionalisierte Fachdisziplin Geoarchäologie, die einerseits die interdisziplinäre Kooperation zwischen der Archäologie und den Geowissenschaften verbessert, anderseits den akademischen Nachwuchs unterstützt, sich mit den Methoden und Konzepten der Geoarchäologie intensiv zu beschäftigen. Somit strebt der Arbeitskreis eine institutionelle Etablierung des Fachs Geoarchäologie an.

Beim Jahrestreffen 2005 in Thurnau (Universität Bayreuth) wurde entschieden, den Arbeitskreis Geoarchäologie unter folgende Dachverbände anzusiedeln, um die Belange der Deutschen Geoarchäologen, sowohl in geographischen als auch archäologischen Instituten, besser unterstützen zu können:

Deutsche Gesellschaft für Geographie (DGfG)
Gesellschaft für Naturwissenschaftliche Archäologie - Archäometrie (GNAA).



Jeder, der sich für die Ziele des Geoarchäologie Arbeitskreises aktiv einsetzen möchte, ist Willkommen, ebenso Vorschläge und Ideen.